Geschichte der Eos
Die „Eos“ wurde als T57 im Jahr 1922 in Berlin
für den Eigner Scharlibbe (Yachtclub Tegel) nach einem Riss
von Paul Franke gebaut und trug anfänglich den Namen
„Glückauf“ (Yacht, 1922).
Sie erhielt ihren heutigen Namen (Eos, Göttin der
Morgenröte) von dem 3. Eigner, Gustav Alex (YC Müggelsee).
1933 wurden die Nationalen Kreuzer beim DSV zur
Altersklasse erklärt. Es gab keine Neubauten mehr. 1941
wurden für Gustav Alex bei Paul Franke neue Segel
angefertigt. 1942 wurde Gustav Alex für 8 Siege in der
Saison mit der Eos vom DSV geehrt (Yacht, 1942). Nach dem
2. Weltkrieg versank das Boot und wurde erst nach drei
Jahren 1949 gehoben (Yacht, 1949). Gustav Alex meldete das
Boot 1951 beim DSV als ersten 35er Nat. Kreuzer wieder an;
vermessen als 8,9 KR. Die Eos lag jetzt im SV Trave in
Lübeck und blieb dort bis 1999. In dieser Zeit liegen
wichtige Regattaerfolge wie der Gewinn des Pokals der
Regatta rund um Fehmarn auf der Travemünder Woche 1951
(Yacht, 1951).
1958 kaufte Dr. Viktor Jörn, ein Lübecker Arzt, die Eos. Er
hat das Boot 41 Jahre sehr gepflegt. In den 60er Jahren
mussten Kielbolzen und mehrere Planken nach einer
Grundberührung ersetzt werden. Es folgte ein neuer Mast in
den 70ern und Anfang der 80er Jahre wurde der Rumpf mit GFK
überzogen. Mitte der 90er Jahre wurden auch das gesamte
Deck, Süll und die Kajüte mit GFK überzogen.
Ende der 90er übernahm eine junge Familie die Eos und
brachte sie nach Berlin zur Sv03 (Schwanenwerder). Nach
einer Teilablösung des GFK am Kiel wurde die Restaurierung
des Bootes beschlossen. Da die Welkisch-Werft zu diesem
Zeitpunkt die „Lill Stina“ und die
„Goa“ restaurierten, wurden die Arbeiten bei
der DIW mit Fa. Hanisch im Sommer 2001 begonnen. Die
Arbeiten zogen sich über 3 Jahre in die Länge und wurden
nicht abgeschlossen.
Im
Sommer 2004 konnte nach Fertigstellung der
„Goa“ die „Eos“ als Auftrag von
der Welkisch-Werft angenommen
werden. Von November 2004 bis April 2005 wurde die
„Eos“ in ihren jetzigen Zustand versetzt.
Nach einer erfolgreichen Regattasaison in 2005 und dem
Preis der "Havel Classic" für das schönste Holzboot in
Berlin hat die Eos in 2006 beim Münchner Yacht Club eine
neue Heimat in bayerischen Gewässern gefunden. Dort wurde
die Eos ganz herzlich mit der Verleihung des
Vidi-Grand-Prix-Wanderpreises 2006 aufgenommen.